4 Fragen über Ihre Webseite, über die Sie sich zu viele oder zu wenige Gedanken machen

 

Wozu haben Sie eine Webseite?

 

Nein, ehrlich: Wozu. Haben. Sie. Eine. Webseite?

 

Gerade wenn man sich die Webseiten von kleineren Unternehmen und Selbständigen/Freiberuflern anschaut, schlägt man zum Teil die Hände über dem Kopf zusammen.

 

Und ich meine nicht so:

via GIPHY

 

Kunden werden sprachlich verprellt, allein gelassen und fragen sich, was sie überhaupt tun sollen. Gute Webseitentexte sucht man vergebens.

 

Man sollte meinen, dass ein Vierteljahrhundert World Wide Web zu mehr Kompetenz geführt hätten …

 

Deshalb hier noch einmal ein paar grundlegende Dinge zu Webseiten, über die Sie sich vermutlich zu viel oder zu wenig Gedanken gemacht haben.

Lesen oder Nichtlesen, das ist hier die Frage. Nicht.

Lesen sie nun, oder lesen sie nicht, die Kunden?
Lesen sie nun, oder lesen sie nicht, die Kunden?

Immer wieder scheiden sich die Geister an der Frage, ob Menschen im Web lesen oder nicht:

  • „Die Texte liest doch sowieso keiner“, sagt der Grafiker, der gerne mehr Raum für seine Zeichnungen hätte, die er für wichtiger erachtet.
     
  • „Auf der Seite soll nur das Nötigste stehen“, sagt der Kunde zu mir, weil er meint, dass „wenig“ gleichbedeutend mit „günstig“ sei. (Immer schade, wenn ich da jemanden enttäuschen muss.)
     
  • „Es gibt keine zu langen, nur zu langweilige Texte“, sagt der überzeugte Texter. (Nennen wir ihn des Datenschutzes wegen Christian K. Oder besser noch C. Krauß.)

Wer hat denn nun Recht?

 

Jeder auf seine Art. Gute Webseitentexte werden gelesen, schlechte nicht. Wenn man Zeit hat, liest man mehr, steht man unter Zeitdruck, weniger. So einfach ist das.

 

Man sollte hier keine Pauschalaussagen treffen. Das erkennt man, wenn man es ins Extreme zieht:

  • Wenn Sie davon ausgehen, dass Leute im Web alles gebannt und Wort für Wort lesen, dann ballern Sie doch einfach alle Infos, die Sie irgendwo zu Ihrem Produkt finden können, in einem riesigen unstrukturierten Haufen auf eine einzige Seite.

    Der Kunde wird sich schon durchbeißen, sich alle Fragen selbst beantworten und dann – freudig erregt dadurch, dass er sich selbst alles so gut erklärt hat – bereitwillig den Geldbeutel zücken und bei Ihnen einkaufen.
     
  • Wenn Sie davon ausgehen, dass sowieso niemand liest, dann veröffentlichen Sie doch einfach eine leere Webseite. Oder setzen Sie ein Katzenbild drauf. Katzenbilder gehen immer.

Sehen Sie?

 

Aber zurück zum Problem.

 

Sie merken: Beide Szenarien sind unrealistisch. Warum? Weil es immer drauf ankommt.

 

Die Kunst (oder das Handwerk) liegt darin, die Inhalte sowohl für den interessierten Leser als auch für den schnellen „Scanner“ übersichtlich zu gestalten. (Richtig ist: Bereits 2008 (!) hielt die Nielsen Group fest, dass Webseitennutzer nur ca. 20 % der Texte lesen. Wenn wir es aber schaffen, gezielt echte Interessenten auf unsere Webseite zu bringen, ist der Anteil um ein Vielfaches größer.)

 

Ganz allgemein gelten folgende gestalterische Hinweise für gute Webseitentexte:

  • Schreiben Sie eine aussagekräftige Überschrift, die den Leser in den Text hineinzieht.
     
  • Nutzen Sie Zwischenüberschriften, damit ein „Scanner“ schnell zu dem Abschnitt navigieren kann, der ihn interessiert.
     
  • Machen Sie viele Absätze. Vergrätzen Sie nicht das empfindliche Leserauge mit abschreckenden Bleiwüsten.
     
  • Nutzen Sie für Listen Aufzählungszeichen, denn, naja, Sie sehen es ja. :)
     
  • Schreiben Sie so viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Ist Ihre Webseite Ihre „Visitenkarte“? Na dann: Gut’ Nacht.

Eine Webseite hat mit überzeugenden Webseitentexten das Potenzial, Interessenten zu gewinnen, aus Interessenten zahlende Kunden zu machen, Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen, Menschen zu inspirieren, informieren, zu unterhalten und zu begeistern.

 

Kann Ihre olle Visitenkarte das auch?

 

Verstehen Sie mich nicht falsch: Nicht jeder braucht eine komplexe Webseitenstruktur. Je einfacher, desto besser. Aber auf eine Webseite lediglich Ihre Kontaktdaten zu hauen, ist vergeudete Energie. Vom Geld ganz zu schweigen.

 

Noch einmal zurück zur Anfangsfrage: Wozu haben Sie eine Webseite? Was ist ihr Ziel? Was möchten Sie damit erreichen?

 

Entwickeln Sie von da ausgehend eine Strategie, wie Sie dieses Ziel erreichen können. Nur wenn man das Ziel kennt, weiß man, welchen Weg man wählen soll. Das hört sich überhöht an. Aber Sie brauchen nur Zettel, Stift und Hirnschmalz. Und mit ein wenig Geschick, überzeugenden Webseitentexten und einer ordentlichen Gestaltung sind Sie Ihrem Ziel um viele Schritte näher.

 

Wenn Sie unbedingt am Bild der Visitenkarte im übertragenen Sinne festhalten möchten, fragen Sie sich: „Wollen Kunden mit mir Geschäfte machen, wenn sie meine ‚Visitenkarte‘ sehen?“

 

Einem vielversprechenden Kontakt würden Sie ja bestenfalls auch keine verknitterte Visitenkarte mit veralteten, unvollständigen Infos in die Hand drücken.

 

Für Ihre Webseite gilt das Gleiche. Man spricht nicht umsonst von Webseitenpflege.

Ist Ihre Webseite ein Kundenmagnet aus Pappe?

Wenn Sie Ihre Webseite online stellen, ist das in etwa so, wie wenn Sie ein Geschäft eröffnen. Ein unsichtbares Geschäft. Im Regenwald. In einem unterirdischen Bunker.

 

Bedarf es noch mehr schlechter Vergleiche?

 

Eine Webseite kann ein Kundenmagnet sein und es gibt kaum ein Geschäftsfeld, das nicht von einer Webseite profitiert. Wenn man es denn sinnvoll angeht. Auch hier: Marketing mit Menschenverstand, bitte.

 

Die alles entscheidende Frage ist aber: Wie kommen Kunden auf Ihre Webseite?

 

Jetzt sagen Sie nicht: „Per Klick.“

 

Daher hier ein offizieller Aufruf: Scheuen Sie sich nicht, Geld in Onlinewerbung zu investieren. Wohlüberlegt, lassen sich mit Online-Werbung die richtigen Leute anziehen.

 

Es kommt nicht auf die Besucherzahl an, sondern dass die richtigen Leute auf Ihre Seite kommen.

 

Ich selbst habe mein Geschäft wirklich erst durch Google AdWords ausgebaut. Was dabei rumkommt ist um ein Vielfaches größer als das Invest. Und genau das soll Werbung sein: Ein Investment – keine bloßen Kosten. Wer das nicht verstehen kann oder mag, wird eine schwere Zeit haben, sein Geschäft rein „organisch“ wachsen zu sehen. Zumindest wenn die Webseite ein zentraler Bestandteil seines Marketings sein soll.

 

Ein Investment in (richtig gemachte) Werbung, in Marketing mit Menschenverstand, in Texte, die begeistern, ist ein Investment in IHR Unternehmen. Auch wenn zwischenzeitlich andere Dienstleister für die Erstellung oder die Bereitstellung von Strukturen bezahlt werden.

 

Der Clou z.B. bei AdWords: Sie suchen keine Kunden – die Kunden suchen Sie.

 

Das sind schon gleich ganz andere Voraussetzungen, als jemandem hinterherzurennen und ihm klarzumachen, dass er doch wohl dieses oder jenes Produkt braucht.

 

Sorgen Sie dafür, dass man Sie mit den richtigen Suchbegriffen findet und leiten die Interessenten dann auf Ihre Webseite, die natürlich so gestaltet ist, dass jeder Interessent sofort entzückt Ja! schreit.

 

Wenn AdWords nicht „Ihr Ding“ ist: Auch Facebook-Werbung bietet fantastische Targeting-Möglichkeiten. Nutzen Sie sie.

„Was kosten gute Webseitentexte?“

„Ich kann für die Texte nicht mehr als 200 Euro ausgeben. Das Design hat ja schon 1200 gekostet.“ (Originalton eines Fast-Kunden)

 

Na dann: Prost!

 

Um Himmels Willen: Die Texte sind kein Anhängsel. Nicht „nice to have“.

 

Texte sind das Herzstück Ihres Marketings. Deshalb geht es (fast) nicht ohne.

 

Und auf Ihrer Webseite sind überzeugende Texte Ihr bester und oft einziger Verkäufer.

 

Texte machen Leser zu Interessenten und Interessenten zu Kunden. Merken Sie, welche Chancen hier drin stecken?

 

Stellen Sie sich Folgendes vor: Seit frühester Jugend sind Sie auf der Suche nach dem berühmten Azteken-Schatz des Huatlcoetlelpeteceletl. (Nein, den gibt’s nicht wirklich, klingt aber gut, was?)

Nachdem Ihnen ein alter Siedler in Südmexiko für’n Appel und ’n Ei eine alte Schatzkarte verkauft hat, entdecken Sie auf Ihrer Expedition durch den Urwald tatsächlich eine alte Ruine. Und dort stoßen Sie im Hinterzimmer auf eine Schatztruhe. Die Schatztruhe.

 

Was ist Ihnen lieber:

  • eine gut erhaltene Schatztruhe aus Ebenholz mit aufwändigen Verzierungen ohne Inhalt oder
  • eine unscheinbare Schatztruhe mit den herrlichsten Schätzen, nach denen Sie schon Ihr Leben lang suchen?

 

Zugegeben, das ist ein wenig überspitzt, aber genau diese Frage müssen Sie sich stellen. Ich wage zu behaupten, es hat noch nie jemand einen Kauf gemacht, weil eine Webseite so „schön“ war.

 

Eine gute Benutzerführung und klare Struktur tragen sicherlich dazu bei, aber es sind die Inhalte – der Schatz – nachdem Ihre Kunden suchen. Nicht nach der Truhe an sich.

 

Gute Webseitentexte sind eine Investition – keine Kosten.

 

Wenn dieser Text zum Weinen langweilig gewesen wäre, hätten Sie ihn sicherlich nicht zu Ende gelesen (außer du, Mama ... *ähem*).

 

Kommunizieren Sie interessant, dann hört man Ihnen zu. Wenn Sie dann noch eine hilfreiche Dienstleistung oder herausragende Produkte anbieten, steht dem Erfolg nur wenig im Weg.


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