So machen Sie 2017 zu Ihrem Jahr (+ 4 etwas andere Vorsätze)

 

Weihnachten steht vor der Tür. Klingelingeling. Jingle Jangle. Blablabla.

 

Und dann Silvester.

 

Und dann ist alles wieder vorbei.

 

Und dann ist alles wie von Zauberhand neu.

 

Nun ja: Es sei denn, SIE ändern nichts. Diese Zauberhand existiert nur in unserer Phantasie. Es spielt keine Rolle, ob wir vom Beruf oder unserem Privatleben sprechen.

 

Sehen Sie: Vom 31. Dezember auf den 1. Januar tut sich wenig. Zumindest nicht mehr als heute Nacht oder morgen. Nur wenn Sie aktiv werden, kann und wird sich etwas ändern. Das übernimmt keiner für Sie. Schon gar nicht der 1. Januar.

 

Die berühmten „guten Vorsätze“ helfen da wenig. Zumal – je nach Studie – knapp 90 Prozent eh nicht eingehalten werden.

 

Wenn Sie aber zwischen überfüllten Mägen, Kindergeschrei, Streit mit der Schwiegermutter, herabfallenden Tannennadeln, Geschenke-Umtausch, Sekt und Silvesterböllern ein wenig Zeit finden, nutzen Sie sie doch sinnvoll.

 

Und zwar so:

Statt guter Vorsätze: Rückschau halten

 

Wann haben Sie das letzte Mal Rückschau gehalten? Haben geschaut, wie das Jahr in beruflicher (oder privater Hinsicht) verlaufen ist?

 

Gerade Unternehmer neigen zu negativen Selbstgesprächen. Es gehört zur unternehmerischen Geisteshaltung, mehr zu wollen. Nach Fehlern zu suchen.

 

Eigene Fehler werden überhöht, während eigene Errungenschaften als Zufall oder Glück abgetan werden.

 

Zu einem verantwortungsvollen (Berufs-)Leben gehört beides: Verantwortung für die Fehler aber auch für alles Gute, das man erreicht hat, zu übernehmen.

 

Deshalb gehen Sie das letzte Jahr durch: Was haben Sie erreicht? Und bleiben Sie bitte konkret.

 

Was machen die Umsätze? Wen haben Sie kennengelernt? Was durften Sie lernen? Wie konnten Sie Ihr Unternehmen voranbringen?

 

Lernen Sie aus den Fehlern. Feiern Sie die Gewinne.

 

Und bleiben Sie realistisch.

Statt guter Vorsätze: Konkrete Ziele

 

Ich bin schon öfter darauf herumgeritten, welche Kraft in Konkretheit steckt. Das gilt nicht nur in textlicher Hinsicht, sondern auch, wenn Sie etwas erreichen möchten.

 

2017 möchten Sie Ihren Umsatz steigern? Schön.

 

Nur weil hier eine Jahreszahl steht, ist das noch nicht konkret.

 

Stattdessen schauen Sie sich Ihre derzeitigen Zahlen an:

  • 2016 machte ich Umsatz X.
  • 2017 strebe ich Umsatz X + Y % an.

MACHEN SIE ES KONKRET. Und realistisch.

 

Ob die Umsatzsteigerung von Y % nachher eintrifft, steht auf einem anderen Blatt. Schließlich sprechen wir hier von Vorsätzen und die macht man, naja, vorher.

 

Eigentlich ist der Prozess ein einfacher:

  • Schauen, was ist.
  • Festlegen, was werden soll. Ganz konkret.

Psychologen haben schon länger herausgefunden, dass eine (zu starke) Visualisierung eines Wunschzustandes der ganzen Sache abträglich sein kann.

 

Soll heißen: Alleine die Vorstellung davon, einen Umsatz von X + Y % zu machen, kann uns (theoretisch) so beflügeln, dass dieses Hochgefühl als „Belohnung“ ausreicht und unsere Motivation sinkt, tatsächlich etwas zu ändern, aktiv zu werden.

 

Aber auch konkrete Ziele funktionieren nur, wenn Sie den nächsten Schritt berücksichtigen.

Diese eine Sache sollten Sie bei alldem nicht vergessen

 

Früher – damit meine ich in grauer Vorzeit, als es noch keine Smartphones und Navigationsgeräte gab – freute ich mich auf die Urlaubsvorbereitungen. Meist fuhr ich mit meinen Eltern im Auto in den Süden. Spanien, Italien, Frankreich.

 

Ach ja: Eine Klimaanlage gab es damals auch noch nicht. Zumindest nicht in unserem alten Ford Sierra, 1.8 CL, Baujahr 1988 ...

 

Aber zurück: Ein paar Tage bevor wir losfuhren, saß mein Vater am Esstisch, breitete die Landkarten aus und plante die Route.

 

Wer mit dem Auto in die Toskana will, muss bis dahin zwangsläufig bestimmte Straßen, Dörfer und Städte passieren.

 

Wenn man unterwegs ist und man hat zuvor die einzelnen Teilabschnitte geplant, muss man nicht ständig auf die Karte schauen. Man weiß: „Ah, jetzt bin ich auf der Autobahn in Höhe Mailand, also muss ich mich Richtung Piacenza orientieren“ ...

 

Man kennt die Etappen.

 

Klar, werden Sie jetzt sagen.

 

Aber ganz so klar ist das gar nicht.

 

Wenn es um Ziele, um Vorsätze geht, denken viele, es reiche zu sagen: „Ich will Umsatz X + Y % erreichen.“

 

Aber wie kommen Sie hin?

 

Noch einmal: Wie kommen Sie hin?

 

Welche exakten Schritte unternehmen Sie? Wenn „Umsatz X + Y %“ Ihr Ziel, Ihre Toskana ist, was ist Ihr Mailand, Ihr Piacenza, Ihr Parma, Modena und Ihr Bologna?

 

Umsätze lassen sich durch unzählige Maßnahmen steigern: Neue Produkte erschaffen. Dienstleistungen erweitern. Preise erhöhen. Mehr Aufträge akquirieren.

 

Wenn Sie sich für eine Maßnahme entschieden haben, müssen Sie auch diese in kleine verdauliche Häppchen zerhackstückeln.

 

Wählen wir zum Beispiel „Preise erhöhen“. Schön. Wie rechtfertigen Sie das? Wie kommunizieren Sie das? Haben Sie mit Ihren Kunden regelmäßig Kontakt via Newsletter und können das vorbereiten? Überdenken Sie die Texte, mit denen Sie werben, um den Kundennutzen stärker zu betonen? Und, und, und.

 

Machen Sie es konkret und machen Sie es in UMSETZBAREN Etappen. Ganz wichtig. Schritt für Schritt.

 

Wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, suchen Sie sich Hilfe.

4 etwas andere Vorsätze

 

Jetzt, da Sie wissen, wie Sie für UMSETZBARE Vorsätze sorgen, bleibt nur noch die Frage, was Sie sich vornehmen für 2017.

 

Da „mehr Sport treiben“ sicherlich ganz oben auf Ihrer Liste steht, nicht wahr, hier noch ein paar inspirierende Gedanken, was Sie sich stattdessen vornehmen (und einhalten können).

 

Machen Sie Ihr Marketing menschlicher

 

Okay, vor Gericht würde man sagen, ich sei befangen. Da das hier aber mein Blog und kein Gericht ist: Pech!

 

Immer noch tun sich viele Menschen schwer, ihrem Marketing die nötige Leichtigkeit zu verpassen:

  • Verzichten Sie auf Amtsdeutsch.
  • Seien Sie nicht pseudo-professionell.
  • Fangen Sie an zu bloggen.
  • Schreiben Sie einen Newsletter
  • Nutzen Sie Storytelling, um von sich zu erzählen. (Nicht Ihre intimsten Details, die gehen niemanden was an. Aber alles, was für Ihre Zielgruppe nützlich, spannend, unterhaltsam und hilfreich sein kann)

Das nur als kleine Ideenquelle.

 

Verlassen Sie Ihre Komfortzone

 

Der Mensch ist ein Tier. Ein Gewohnheitstier.

 

Doch echten Fortschritt, echte Weiterentwicklung – sei es beruflich, privat oder beides gleichzeitig – erreichen Sie nur, wenn Sie Ihr faules Hinterteil ab und an von Ihrem wohlig warmen Kissen heben.

 

Was haben Sie im vergangenen Jahr getan, wofür Sie Überwindung brauchten, was Sie aber weitergebracht hat?

 

Bei mir war es eindeutig die Entscheidung, Hochzeitsredner zu werden. Vor 100 oder mehr Leuten zu stehen und die Verantwortung für eine gelungene Rede zu haben ... Nicht einfach. Aber lehrreich und bereichernd. In privater wie beruflicher Hinsicht.

 

Fragen Sie sich: Was kann ich nächstes Jahr tun, um meine Fähigkeiten, Fertigkeiten, Neigungen und Talente weiterzuentwickeln? Welche Angst kann ich überwinden? Wo kann ich mich verbessern, auch wenn es schwierig scheint und Bauchgrimmen verursacht.

 

Bauchgrimmen ist in diesem Fall normal und nützlich. Suchen Sie 2017 Ihr persönliches Bauchgrimmen und nehmen Sie es an. #TeamBauchgrimmen2017

 

Lernen Sie eine neue Sache

 

Wenn ich mit meinem 2-jährigen Sohn male, merke ich schnell, was für ein Stümper ich in zeichnerischer Hinsicht bin. (In allen anderen Belangen bin ich natürlich perfekt, ähem.)

 

Mir fehlt das Auge, mir fehlen die Ideen. Vor allem fehlen mir die Fähigkeiten, Dinge auf unterschiedliche Arten zeichnerisch umzusetzen. Mir fehlt schlichtweg das Handwerkszeug.

 

Deshalb möchte ich 2017 einen Zeichen-Kurs besuchen. Sei es online oder „in echt“.

 

Was lernen Sie 2017?

 

Lehren Sie eine Sache

 

Eine der besten Arten, Marketing zu betreiben ist es, eine Autorität in seinem Gebiet zu sein.

 

Sie sind eine Koryphäe in Sachen Unfall-Gutachten? Stellen Ihre Kenntnisse in Zeitungsberichten, Blogbeiträgen unter Beweis? Glückwunsch! Ihre Autorität steigt automatisch.

 

Unschlagbar ist es, direkt zu lehren. Suchen Sie sich ein Thema raus und werden Sie zum Experten. Nein, Sie müssen nicht ALLES in einer speziellen Branche wissen. Seien Sie nur besser als Ihre „Schüler“. Und erzählen Sie keinen Mumpitz.

 

Das heißt, machen Sie Ihre Hausaufgaben und lassen Sie andere daran teilhaben. Bereiten Sie Ihr Wissen auf.

 

Halten Sie Vorträge bei Berufsgenossenschaften, der HWK, der IHK, der VHS oder sonstigen Institutionen.

 

Schreiben Sie Artikel für das Amtsblättchen, die Lokalzeitung, Fachzeitschriften, Ihren Blog etc.

 

Sie können das. Sie müssen nur wollen.

 

Teilen Sie Ihr Wissen. Das Schöne ist: Wenn man Wissen teilt, vermehrt es sich.

 

Und denken Sie niemals: „Ich habe eh nix zu sagen.“ Sie haben was zu sagen. Die Frage ist nur, trauen Sie sich? Sagen Sie es so, dass man Sie versteht und Ihnen gerne zuhört?

 

Wenn nein: Daran lässt sich arbeiten. Wenn es sein muss, schrittweise.

 

Vielleicht schon 2017?

 

Also auf, auf!

 

Genießen Sie die Zeit (Pflicht!) und nutzen Sie sie (Empfehlung).

 

Wenn Sie möchten, dass es 2017 vorwärts geht, dass sich was ändert, tun Sie was dafür.

 

Das Jahr 2017 macht selbst gar nichts. 2017 ist einfach nur. Dennoch birgt diese Zeit im Jahr ein großes Potenzial zur Rückschau, Vorschau – zur Veränderung, zur Aktion.

 

Ich würde sagen, machen Sie 2017 zu Ihrem besten Jahr, aber was kommt danach? Das wäre schon der Superlativ. Daher lass ich das. Ich wünsche Ihnen auch darüber hinaus ganz viel Gutes.

 

In diesem Sinne: Feiern Sie ein Weihnachtsfest so, wie Sie es sich wünschen. Sei es gemütlich, festlich, gesellig, besinnlich oder gar nicht. :-)

 

Und kommen Sie wohlbehalten ins neue Jahr.

 

Bis dahin alles Gute und herzliche Grüße


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