Eine der einfachsten Problemlösungstechniken, die auch noch Spaß macht: Drehen Sie’s einfach um

 

Es gibt diese Probleme, die unüberwindbar erscheinen, weil sie zu groß sind. Es scheint keinerlei Lösung in Sicht. So etwas wie „Ich brauche mehr Kunden“, „Mein Marketing muss mehr Leute erreichen“ oder „Mein Newsletter braucht mehr Leser.“

 

Kein Grund zu verzagen. Eine der einfachsten Problemlösungstechniken ist es, das Problem auf den Kopf zu stellen. Das ermöglicht neue Blickwinkel, denn oft ist es nur das, was zur Lösung fehlt.

 

Im Folgenden kurzen Beitrag erfahren Sie, wie Sie schnell zu neuen Erkenntnissen kommen können und auch noch Spaß dabei haben. (Schnallen Sie sich an: Sie erleben auch meine geballten Grafik-Fertigkeiten in Aktion ;-) )

Problemlösungstechniken: Es kommt auf den Blickwinkel an

Es klingt wie eine Binsenweisheit. Doch die Fähigkeit, Probleme kreativ zu lösen, hängt meist nur von der Sichtweise ab.

 

Dazu habe ich sowohl Kosten als auch Mühen gescheut und die schrottigsten Grafiken seit Menschengedenken einfach selbst gemacht:

Seitenansicht

Von der Seite betrachtet, fällt auf: Die Lösung ist da. Sie liegt auch gar nicht fern, nur können wir sie schlichtweg nicht sehen, weil wir auf die Wand starren. Etwas hält uns davon ab.

 

Meist ist dieses Etwas eine eingefahrene Denkweise.

 

Von hinten betrachtet sieht das so aus (Verdammt, ist das eine gute Grafik!):

Rückansicht:

Es fällt auf: Keine Lösung in Sicht. Und wenn wir nichts sehen, gehen wir allzu häufig davon aus, dass es keine Lösung gibt.

 

Doch oft hilft es, ein paar Schritte zur Seite zu gehen:

Rückansicht, die Zweite:

So einfach kann es sein.

 

Eine Methode, die diesen paar Schritten zur Seite entspricht, ist die Umkehr-Methode.

 

Sie ist eine von zahlreichen Kreativitätstechniken. Sie ist einfach und schnell umzusetzen und macht – wie ich finde – sogar Spaß.

 

Sie liefert nicht immer brauchbare Ergebnisse, aber oft merkt man durch die Umkehr des Problems, was man selbst aktiv tun kann, um das Problem zu lösen.

 

Problemlösungen nur im Außen zu suchen ist schlichtweg eine Opfermentalität. „Hätte ich mehr X, dann könnte ich Y“, „Wäre X netter zu mir, dann würde Y klappen“ etc. Die Umkehrmethode lenkt die Aufmerksamkeit in vielen Fällen auf uns selber. So haben wir die Chance, selbst aktiv zu werden.

Die Stell-es-auf-den-Kopf-Methode

Die Methode ist recht simpel.

 

Man formuliert sein Problem in einem möglichst einfachen Satz. Subjekt, Verb, Objekt.

 

Und dann vertauscht man die Satzglieder. Manchmal sind auch mehrere Umstellungen möglich. Schauen Sie einfach, was Sinn ergibt.

 

Testen wir das Ganze doch einmal an einem Beispiel.

 

Das Newsletter-Beispiel

Emil Exempel hat einen Newsletter initiiert. Er will damit eine langfristige Kundenbeziehung aufbauen. Doch leider hat den Newsletter kaum jemand abonniert.

 

Sein Problem:
„Mein Newsletter braucht mehr Leser.“

 

 Wenn man das Ganze umkehrt, heißt der Satz:

 

Umkehrung:
„Leser brauchen meinen Newsletter.“

 

Die Problemlösungstechnik der Umkehrung ermöglicht eine völlig neue Sichtweise, von der ausgehend man konstruktiv arbeiten kann:

 

Die Frage, die sich Emil Exempel stellen muss, lautet nämlich nicht einfach: „Wie bekomme ich mehr Kunden, die meinen Newsletter lesen?“. Das ist zu allgemein. Und legt den Fokus auf das unübersichtliche Feld der Kundengewinnung. Problemlösung nicht in Sicht. Also tut Emil gar nix.

 

Schaut man sich jedoch die Umkehrung an, lautet die Frage vielmehr: „Stimmt das? Brauchen Kunden meinen Newsletter?“ Und dann fallen gleich mehrere Punkte ein. Ja, Kunden brauchen einen Newsletter, aber nur wenn er:

  • keine reine Werbeveranstaltung ist
  • dem Kunden einen echten Nutzen bietet (Das können „Insider-Informationen“, Tipps und Tricks aber auch Unterhaltung sein.)
  • ausschließlich dann gesendet wird, wenn es auch wirklich etwas Neues zu berichten gibt.

So kommt vielleicht heraus, dass der Newsletter, den Emil bisher versendet hat, schlichtweg Mist ist. Wie die Mehrzahl der Unternehmens-Newsletter, die die Mailboxen überfluten. Zu viele Newsletter haben keinerlei Gebrauchswert für den Leser, enthalten bloß seelenlose Hinweise auf Sonderangebote und schreien „Kauf mich, kauf mich!“ Das mag in der Regel niemand.

 

Vom allgemeinen „Ich brauche mehr Leser“ ist Emil Exempel mit dieser Problemlösungstechnik also zu dem spezifischen „Wie kann ich meinen Newsletter so gestalten, dass Leute das Ding lesen wollen?“ gekommen.

 

Dann kann er konkrete Verbesserungen vornehmen oder gar den Newsletter einstellen, wenn er merkt, dass ihm die Zeit dafür fehlt usw.

Und jetzt?

Jetzt sind Sie dran. Setzen Sie diese Problemlösungstechnik gleich ein:

  • Nehmen Sie sich einen Zettel und einen Stift.
  • Formulieren Sie Ihr Problem in einem möglichst einfachen kurzen Satz.
  • Suchen Sie eine sinnvolle Umkehrung für den Satz.
  • Gewinnen Sie neue Erkenntnisse.

Bevor Sie sagen „Ach, bei mir funktioniert das sowieso nicht“, probieren Sie es aus.

 

Jetzt.

 

Viel Spaß beim Problemlösen. :-)

Herzlichst,


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Porträt Christian Krauß

Mein Name ist Christian Krauß. Ich bin Texter, Lektor und Kommunikationsliebhaber. Ich unterstütze Unternehmen bei Ihrer Kommunikation mit dem Kunden. Ganz gleich, ob Webseiten, überzeugende Texte oder ansprechend gestaltete Werbemittel: Gutes Marketing ist kein Privileg großer Betriebe. Wenn man sie entsprechend gestaltet, ist gute Kommunikation einfach, überzeugend und bezahlbar. Und sie macht Spaß!